Deutsche Filme

 Berlin 1936: Im Vorfeld der Olympischen Spiele braucht Joseph Goebbels’ Propagandamaschinerie echte deutsche Helden. Bei einer Diskussion zwischen Journalisten und Vertretern der Reichspressekammer kommt die Idee auf, Bergsteiger arischer Herkunft zu der gewagten Erstbesteigung der Eiger-Nordwand zu gewinnen und diese mit Olympischem Gold zu küren, sofern die Bezwingung der „Mordwand“ im Berner Oberland gelingen sollte. Welch glücklicher Zufall, dass eine junge Volontärin bei der Berliner Zeitung namens Luise (Johanna Wokalek) zwei stramme bayrische Bergsteiger kennt, denen die Erstbesteigung durchaus zuzutrauen wäre – Toni Kurz (Benno Fürmann) und Andi Hinterstoisser (Florian Lukas). Das eingespielte Kraxler-Team wagt nach einigem Zögern die Herausforderung und sieht sich nicht nur vom Berg, sondern auch von den beiden österreichischen Alpinisten und strammen Nazis Willy Angerer (Simon Schwarz) und Edi Rainer (Georg Friedrich) herausgefordert. Zunächst scheint die Erstbesteigung in greifbare Nähe zu rücken, doch dann schlägt das Wetter um und der Berg scheint sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen seine Bezwingung zu wehren. Verfolgt von der mitgereisten Prominenz, die das Spektakel aus der sicheren Entfernung eines mondänen Berghotels per Fernrohr mitverfolgt und kommentiert, beginnt ein mörderischer Kampf ums Überleben, der auch die anwesende Luise nicht kalt lässt. Als sie sieht, dass ihrer Jugendliebe Toni der sichere Tod droht, macht sich die Journalistin auf den Weg, um ihn zu retten…

 Als der 15-jährige Schüler Michael (David Kross) einen Blackout hat, hilft ihm die wesentlich ältere Schaffnerin Hanna (Kate Winslet). Nach seiner Genesung entwickelt David eine erotische Leidenschaft für sie und liest ihr regelmäßig vor – bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Viele Jahre später trifft David (nun: Ralph Fiennes) Hanna wieder: vor Gericht, wo sie sich für eine dunkle Vergangenheit verantworten muss. Seine Zuneigung besteht weiter.

Ost-Berlin. Sommer 1990: Audi und Mercedes rollen in den Osten. Deutschland steht vor der Wiedervereinigung. Freie Marktwirtschaft. Alex Kerner, gerade 21, muss der Geschichte Einhalt gebieten. Seine alleinerziehende Mutter, Christiane, eine verdiente Aktivistin der Deutschen Demokratischen Republik und Gorbatschow-Anhängerin, fällt kurz vor dem Mauerfall in ein hoffnungsloses Koma und wacht für alle überraschend 8 Monate später wieder auf. Die historischen Veränderungen hat sie regelrecht verschlafen. Und da jede Aufregung für sie lebensbedrohlich sein kann, lässt Alex auf 79qm Plattenbau den real existierenden Sozialismus wieder auferstehen. Was anfänglich noch leicht fällt, wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Die Veränderungen draußen sind nicht mehr aufzuhalten. Doch wie soll er der Mutter den veränderten Blick aus dem Fenster mitsamt dem brandneuen Coca-Cola Plakat erklären?
Alex muss improvisieren und so erfindet er eine ganz andere Version der Ereignisse.

Der Schwimmmeister Harry Melchior (Heino Ferch), der die menschenverachtenden Machenschaften der Stasi aus vierjähriger Haft kennt, will nicht den Rest seines Lebens hinter einer Mauer verbringen. So folgt er seinem Freund, dem Bauingenieurstudenten Matthis Hiller (Sebastian Koch). Die Wiedersehensfreude ist jedoch getrübt durch die Sehnsucht nach Lotte und Carola – Harrys über alles geliebter Schwester und Matthis schwangerer Freundin, die bei ihrem gemeinsamen Fluchtversuch zurückblieb. Ihr aberwitziger Plan entspricht der grotesken Situation: Mit einem Tunnel wollen sie die monströsen Grenzanlagen unterwandern. Doch die titanische Leistung geht über ihre Kräfte. So suchen sie sich Gleichgesinnte, die sich mit ihnen durchs Erdreich buddeln. Auch hier stößt man auf Beton. Während unter Tage an hartem Grund gebohrt wird, spaltet die Stasi jenseits der Mauer die Menschen in Mitläufer und Staatsfeinde.

Der Tunnel ist die auf tatsächlichen Ereignissen beruhende Geschichte von Harry Melchior und seiner Schwester Lotte. Harry flieht im Herbst 1961 in den Westteil von Berlin. Er folgt damit seinem Freund Matthis Hiller. Beide wollen um jeden Preis ihre Familien in den Westen holen und schließen sich einer Fluchthelfergruppe an. Dabei hat Harry, Kopf der Truppe, eine ebenso grandiose wie verrückte Idee. Sein Plan, einen Tunnel von West nach Ost zu graben, ist nicht nur ein gefährliches, sondern fast unmögliches Unterfangen. In der Stadt wimmelt es von Spitzeln und auch innerhalb der Gruppe kommt es zu Spannungen – negativer, aber auch positiver Art… Doch letztendlich führt sie der eiserne Wille und die Hoffnung auf Erfolg immer wieder zusammen. Denn alle wissen Sie schaffen es entweder gemeinsam, oder nie…

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